Schrift

Das geistliche Wort


Wo ist Jesus jetzt?

Ich gebe ja zu, die Jungfrauengeburt und die Himmelfahrt Jesu überfordern unser Vorstellungsvermögen. Wo bleibt denn da der Spaß? Am Anfang fehlt leidenschaftliche Intimität und am Ende ein zünftiges "Prost" zum Vatertag.

Beide Feste beschreiben ein Geheimnis. Der allmächtige Schöpfer dieser Welt kommt in seine Schöpfung um uns mit sich zu versöhnen. Beide Welten sind nicht automatisch miteinander verbunden. Im englischen Vokabular gibt es für den Himmel und die Welt Gottes zwei unterschiedliche Worte: sky und heaven.  Gott wohnt nicht dort, wo jetzt auch Chinesen und Inder versuchen mit Raketen vorzudringen. Gottes Himmelreich, heaven,  ist uns näher als wir glauben. Die beiden Feste machen deutlich, wie wichtig wir Menschen Gott sind. Der allmächtige Gott macht sich in Jesus klein, verlässt den heaven und wird Mensch. Er setzt sich Unverständnis und Feinden aus. Er erlebt Ablehnung und den Tod. Viele Menschen wollen auch heute nichts mit ihm zu tun haben. 40 Tage nach seiner Auferstehung geht Jesus aus unserer sichtbaren Welt am Himmelfahrtstag wieder zurück in die Welt Gottes.

Himmelfahrt macht deutlich, die Grenzen zwischen unserer Erde und der Welt Gottes sind offen. Jesus hat alles überwunden, was den Zugang in Gottes himmlische Welt verhindern könnte. Wer an Jesus Christus glaubt, darf wissen, auch er wird einmal nach seinem Tod auferstehen und für immer bei Gott sein. Herrlich!

Ist das nicht Grund zur Freude?

Es grüßt Sie herzlich, Ihr Pfarrer Hartmut Stief