Schrift

Das geistliche Wort


Jesus macht's möglich

Der Fußballprofi David Alaba wird in der "Bild am Sonntag" am 21. April 2019 zitiert. Zum Thema "Woran ich glaube" antwortet er: "Mein Lebensmotto kommt aus der Bibel, aus dem Brief des Paulus an die Philipper 4, 13: Alles vermag ich durch den, der mich stark macht, Jesus Christus." Im Satz davor schreibt Paulus: "Ob ich nun wenig oder viel habe, beides ist mir durchaus vertraut, und ich kann mit beidem zufrieden sein: Ich kann satt sein und hungern; ich kann Mangel leiden und Überfluss haben." 
Diese Bibelverse haben wir am vergangen Sonntag in allen Gottesdiensten unserer Stadt ausgelegt und dazu die Verkündiger getauscht. Prima Sache fand ich, aber die Gedanken des Paulus sind ganz schön taff.

Mein Eindruck: Unsere Gesellschaft kann mit Überfluss und satt sein nicht umgehen. Wir haben Gott vergessen. Wozu brauchen wir den? Manchmal selbstgerecht und arrogant versucht jeder seinen Kopf durchzusetzen. Uns fehlt die Mitte, die verbindenden Grundwerte, das Vertrauen in unsere jüdisch-christlichen Wurzeln.
Genauso wenig können wir mit Mangel umgehen. Wenn jemand Liebes zu zeitig stirbt, das Schicksal es nicht gut mit uns meint, wir eine ernsthafte Diagnose bekommen, dann fragt das Wohlstandsevangelium: Wo ist Gott? Warum hat er das zugelassen? Wieso erhört er meine Gebete nicht so, wie ich das will? Diesen Gott gibt es nicht.

Paulus gibt ehrlich zu: Es ist nicht meine Kraft. Jesus macht mich stark, um die Höhen und die Tiefen des Lebens zu meistern. Jesus gibt mir die Kraft, um in erfolgreichen Zeiten nicht hochnäsig zu werden und bei Leiderfahrungen nicht in Resignation hängen zu bleiben. Jesus macht's möglich.  Jesus gibt Halt und Stärke. Schon erlebt?

Ich wünsche Ihnen, dass Sie wie Alaba und Paulus erfahren: "Alles vermag ich durch den, der mich stark macht, Jesus Christus." Gott segne Ihr Leben!

Es grüßt Sie herzlich, Ihr Pfarrer Hartmut Stief