Schrift

Das geistliche Wort


"Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat." schreibt Johannes in seinem ersten Brief (1. Joh. 5, 4).
Karl Marx war da anderer Meinung. Er hatte das Gefühl, dass Glaube eher "Opium für das Volk" ist, also etwas Betäubendes, Lähmendes. Christen würden sich auf's Jenseits vertrösten und nicht aufstehen und mit anpacken, um die Lebensumstände im Heute, Hier und Jetzt zu verändern. Das störte ihn.

Ich denke bei dem Bibelwort eher an Martin Luther King, der gerade aufgrund seines christlichen Glaubens den Mut hatte, von einer gerechten Welt zu träumen, in der Schwarze und Weise friedlich zusammen leben. Ich denke an Albert Schweitzer, bei dem Geld und sicheres Leben in Deutschland eher eine untergeordnete Rolle spielten. Der christliche Glaube veranlasste ihn sein Leben in Afrika zu verbringen und unzählige Arme medizinisch zu versorgen. Ich denke an Mutter Teresa, weder Ruhestand noch Rente kannte. Sie diente aus der Liebe Jesu heraus Tag und Nacht bis zu ihrem Tod.

Ich schaue weiter in meine Kirchgemeinde. Da gibt es Menschen, die alt geworden sind und keine Angst vor dem Tod haben, weil Jesus Christus sie tröstet. Da gibt es einen jungen Mann, der von Geburt an im Rollstuhl sitzt. Die Geschichten der Bibel ermutigen ihn so sehr, dass der keine Bibelstunde und keinen Gottesdienst verpassen will. Ich sehe Menschen  mit schweren Krankheiten, bei denen die Ärzte mit den Achseln zucken, weil sie nichts tun können; welchen Frieden und welche Sanftmut der Glaube an Jesus Christus ihnen schenkt.

Ich erlebe in meinem Beruf fast täglich, was Johannes schreibt und ermutige Sie: Glauben Sie an Jesus Christus und vertrauen Sie ihm! Er ist der Retter. Er kann Kaputtes wieder heil machen. Jesus hat die Widrigkeiten der Welt wirklich überwunden.

Es grüßt Sie herzlich, Hartmut Stief, Pfarrer